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Inkontinenz | Beratung

Was ist Inkontinenz?

Es gibt zwei Arten von Inkontinenz: Harninkontinenz und Stuhlinkontinenz. Bei einer Harninkontinenz können Sie den Urinfluss aus dem Körper nicht kontrollieren. Der Urin fließt also unbeabsichtigt aus der Blase. Bei einer Stuhlinkontinenz hingegen können Sie den Abgang von Winden, Schleim, flüssigem oder festem Stuhl nicht bewusst zurückhalten.

Wann ist jemand inkontinent?

Die Antwort könnte lauten: sofort ab Geburt, denn jeder von uns kommt inkontinent zur Welt. Doch im Laufe der Zeit lernen wir, unsere Ausscheidungen bewusst zu kontrollieren. Als inkontinent bezeichnen wir also Menschen, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr ihren Harn oder Stuhl (ausreichend) kontrollieren können.

Wer bekommt Inkontinenz?

Die Wahrscheinlichkeit für die Erkrankung steigt mit dem Alter. Doch auch junge Menschen können schon betroffen sein, vor allem junge Frauen, die bereits ein Kind geboren haben. Die Harninkontinenz betrifft deutlich mehr Frauen als Männer. Bei der Stuhlinkontinenz sind junge Frauen vor allem bei den schwereren Formen häufiger betroffen, im Alter gleicht sich dies aber wieder aus.

Wie wird Inkontinenz behandelt?

Zunächst zwei Zahlen des Bundesverbandes Medizintechnologie e. V., die nachdenklich machen: Nur zwei von fünf betroffenen Frauen suchen in Deutschland einen Arzt wegen ihrer Harninkontinenz auf. Und nur 28,6 % der Menschen mit Stuhlinkontinenz sprechen mit einem Arzt darüber. Sowohl aus Scham als auch aus Unwissenheit ziehen sich Betroffene zurück, was zu Vereinsamung und seelischer Belastung führt. Woran kann das liegen? Aufgrund der Tabuisierung und dem daraus resultierenden Mangel an Informationen glauben viele Betroffene, dass Inkontinenz nicht behandelbar ist. Doch das stimmt nicht: Mit geeigneten Therapien und auf die jeweilige Inkontinenzform abgestimmten Hilfsmitteln lässt sich eine deutliche Verbesserung der Symptome und somit der Lebenssituation der Betroffenen erzielen. Für jede Form gibt es geeignete Therapien, moderne saugende und ableitende Inkontinenzprodukte, die bequem, unauffällig und sicher in allen Lebenslagen schützen, oder operative Verfahren. Wichtig: Jeder Betroffene sollte wegen einer Diagnose und einer eventuellen Verordnung von Inkontinenzprodukten zum Arzt gehen!

Wer trägt die Kosten?

Inkontinenz ist eine von der WHO anerkannte Krankheit und kann als Folge von verschiedenen Grunderkrankungen auftreten. Damit fällt sie in die Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen. Wenn Sie betroffen sind, haben Sie also einen Anspruch gegenüber ihrer Krankenkasse auf eine aufzahlungsfreie, individuelle und medizinisch notwendige Versorgung mit Inkontinenzhilfen sowie auf die zugehörige Dienstleistung. Wichtig für eine reibungslose Kostenübernahme der Krankenkasse ist, dass auf Ihrem Rezept ein Hinweis auf den Versorgungsgrund, die genaue Größe, Stückzahl und der Versorgungszeitraum angegeben werden.

Bin ich auch betroffen?

Verlieren Sie tröpfchenweise Urin bei herzhaftem Lachen oder heftigem Niesen? Verlieren Sie unkontrolliert Urin, wenn Sie etwas Schweres heben? Oder überfällt Sie ein plötzlicher, starker Harndrang mit kurz darauffolgendem Urinabgang? All das können erste Anzeichen für eine Blasenschwäche sein. Dies zu überprüfen überlassen wir den Medizinexperten. Wir können Ihnen aber eine schnelle und diskrete Einschätzung geben und Ihnen mitteilen, ob bei Ihnen eine Tendenz zu einer Blasenschwäche besteht oder nicht. Nutzen Sie dafür unseren anonymisierten diskret & wichtig-Fragebogen. Mithilfe des Ergebnisses entscheiden Sie anschließend, ob Sie Kontakt zu einem Profi aufnehmen, der Ihnen umgehend weiterhilft.

Wo und wie erhalte ich eine diskrete Beratung?

Deutschlandweit in Ihrem regionalen Sanitätshaus mit dem lächelnden Gesicht. Bei unseren Inkontinenz-Fachkräften sind Sie gut aufgehoben. Sie beantworten Ihre Fragen. Und ganz wichtig: Sie behandeln Ihre Fragen diskret und zeigen Ihnen, wie wichtig es ist, sich aktiv mit Ihrem Leiden auseinanderzusetzen.